Typische Anlässe für einen Besuch in der osteopathischen Kindersprechstunde

  • Folgen von Unfällen und Operationen,
  • Kaiserschnitt und andere Geburtskomplikationen,
  • motorische und kognitive Entwicklungsverlangsamung,
  • Wachstumsstörungen,
  • Drei-Monats-Kolik,
  • Sehstörungen (auch Schielen),
  • Epilepsie,
  • Schluckstörungen,
  • häufiges Erbrechen,
  • Hyperaktivitäts-Syndrom,
  • Neurodermitis und Allergien,
  • Impfschäden,
  • Behinderungen
  • und bei allen Beschwerden, die Sie auch bei "Erwachsene" finden.
 

Wirksamkeit der Osteopathie am Beispiel von ADS /ADHS

Das Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätssyndrom (ADS / ADHS) ist ein Symtomkomplex, der sich in der Schwierigkeit betroffener Kinder manifestiert, ihre Aufmerksamkeit gezielt zu richten und zu halten (Ablenkbarkeit, geringes Durchhaltevermögen, leicht aufbrausendes Wesen, Neigung zum Handeln ohne nachzudenken, Hyperaktivität).

Die erste klinische Studie in Deutschland über die Auswirkungen osteopathischer Behandlungen bei Kindern mit ADS / ADHS hat gezeigt, dass bei annähernd allen untersuchten Kindern Dysfunktionen (Spannungsphänomene) im craniosakralen System (v.a. Schädelbasis und Hirnhaut) gefunden wurden.

Diese Kinder sitzen gewissermaßen in ihrer körpereigenen Zwangsjacke. Auf dieses Engegefühl reagieren einige Kinder mit innerlicher Zurückgezogenheit, andere versuchen, ihre Zwangsjacke mit vermehrter Aktivität abzuschütteln.

Schon nach vier osteopathischen Behandlungen, so ergab die Studie, besserten sich die typischen Symptome um ca. 50% gegenüber der unbehandelten Kontrollgruppe.

(Kann die Osteopathie einen spezifischen Beitrag in der Behandlung von Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen ohne Hyperaktivität und mit Hyperaktivität – ADS/ADHS leisten? Eine randomisierte kontrollierte Studie von Angela Bierent-Vass, Jutta Lang, Norbert Neumann Oktober 2004)